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(La Plata, Argentina) |
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Binetti`s work regarding education and the performing arts is internationally known as Awareness Dance. She has directed workshops for dancers, actors, artists, musicians and therapists at the Fachhochschule Pforzheim (Germany), Awar Tanztheater, Munich (Germany), I.S.P.A. Instituto de Sociologia y Psicología Aplicadas, Barcelona (Spain), Safed International Seminary, Safed (Israel, directed by Giora Feidman), the Universidad Nacional de La Plata (Argentina) and for many music and dance festivals all over the world.
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8 gigno 1994 Teatro: Roma Un Poetico corpo di veli e strazi Servizio di Chiara Vatteroni ROMA — Marta Binetti è una vera performer, nel senso che il suo corpo agisce lo spazio e la musica in modo totale, senza diaframma rispetto allo spettatore. Nata in Argentina, opera da alcuni anni in Germania e, in questi giorni, con la sua compagnia Awar Dance Theatre, presenta lo spettacolo-evento Le Corps Fantasmén (al Teatro Argentina) nella rassegna «Roma per la danza». La musica d'ambiente di Franco Torrtora costruisce un bozzolo di suoni ovattati e gentili che avvolgono ingannevolmente una performance che è tutt'altro che rassicurante. Si inizia con un corpo avvolto di velo su un piano inclinato che occupa il palcoscenico buio e nudo, fatta eccezione per due strisce di tessuto bianco che stabiliscono i piani longitudinali di volumi che le luci magiche di Pepsch Gottscheiber rendono inizialmente indefiniti. e poco rilevati.
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Roma, 6 / 7 giugno 1994
La demistifìcaziono o la presenza fisica ll corpo nudo e bianco si sveste in una serie di istantanee come un sogno sbarazzaudosi via via dei propri corpi sociali. ll corpo, aprendosi sempre e comunque, abbandona i suoi liantasmi, cioe le sue illusioni, le sue lantasie, le sue immagini oniriche e i suoi ideali sociali. Johannes Odenthal Oltre il tulù e le punte Nlarta Binetti ha presentato il suo ultimo assolo in cui questa alchimista della eorcogralia svelara, nel vero senso del termine, le più segrete emozioni del linguaggio corporeo. Come se volesse purìl'icare un mondo clcteriorato. ll corpo della ballerina, nudo, ricoperto di polvere bianca, si torce attraverso il tempo per dei periodi inlinitamcntc lunghi. Sembra instaurare un insolito dialogo con la musica New Age in sottofondo. Comincia con una danza terrestre, avvolta in una crinolìna rossa, per poi sparire subito dopo nellìncertezza, soprallatta. Stuttgard Zeitung Sfuggita alle trappole della crinolìna Per secoli limmagine che delle donne ha la società è stata determinata dai cliché. Katja Frankre, Sudkurier
L'Awar Dance Theatre ha realizzato le seguenti coreografie:
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26 7 1993 Abseitz von Tutu und Spitzenshuh Großer Erfolg des Tanzfestivals „Spachen des Korpes" im Theather im Depot
Während sich die Tänzerinnen und Tänzer des Stuttgarter Balletts ihrer wohlverdienten Theaterferien erfreuen und ihre Chefin Marcia Haydée in Santiago de Chile eine neue ,,Coppélia" choreographiert, kommt daheim die Baliettwelt ins Wanken: Die Stuttgarter haben den zeitgenössischen Tanz entdeckt. Im Verlaufe von nur 16 Abenden ist es dem Tanzprojekt „Sprachen des Körpers", einer kulturellen Begleiterscheinung der Iga, gelungen, die betonierten Vorurteilsfundamente vieler Ballettfans zu erschüttern und sie, auf den Spuren des ohnehin progressiven Schauspielpublikums, vor die Bühnen des Theaters im, Depot zu locken, wo ihnen buchstäblichdie Augen übergingen und die Erkenntnis dämmerte: Es gibt einen Tanz neben dém Ballet. Johannes Odenthal, der künstlerische Leiter des Projekts, und Birgit Ruisinger, seine'Organisationschefin, haben mit diesem Festival viel mehr erreicht, als nur. einen in Qualität und Vielfalt faszinierenden und deshalb außerordentlich attraktiven Uberblick über den europäischen zeitgenössischen Tanz zu bieten. Vielmehr haben sie offenkundig gemacht, daß in Stuttgart und Umgebung ein sehr·großes„Pub1ikum für hochklassigen Tanz abseits von Tutu und Spitzenschuh bisher absolut vernachlässigt wurde, das Abend für Abend die. Vorstellungen stürmte und nun große Hoffnungen darauf setzt, daß dieses Tanzprojekt den Beginn einer neuen künstlerischen Entwicklung in der Landeshauptstadt markiert. Mehr noch: „Sprachen des Körpers" hat verdeutlicht, daß man für das tiefe Verständnis der wichtigen Bühnenkunst Ballett mehr vom Tanz wissen muß, als das Stuttgarter Ballettbieten will und kann. Und es bewies, daß selbst kleinste und ständig von finanziellen Krisen geschüttelte Truppen, wie etwa jene um Vicente Saez oder Giorgio Barberio Corsetti, über einen künstlerischen Standard und eine theatralische Frische verfügen können, die jener des Stuttgarter Balletts durchaus standhält. Nur wußten wir bisher nichts von ihnen. Noch indes überwiegt die freudige Erinnerung an zwei mit Erlebnissen und Entdeckungen überfüllte Wochen. Was waren dus aber auch für Abende, an denen uns Liat Drors und Nir Ben Gals israelische Irrwische bezauberten, wir um Leib und Leben der Slowenen vorn „Glej Theatre" fürchteten, Carlotta Ikeda und die „Tanzenden Derwische" bewunderten, über das S.O.A.P,-Dance—Theatre aus Frankfurt und Susanne Linkes „Ruhr-Ort" staunten, als wir uns von dem bescheidenen Dresdner Manfred Schnelle in-Sachen Ausdruck stanz unterrichten ließen, vor Fine Kwiat— Qualität bis zum Ende des Festivals: Am vorletzten Abend zeigte die Argentinierin Marta Binetti auf der kleinen Bühne ihr jüngstes Solo „Le Corps fantasmé", in dem diese choreographische Alchimistin die ge- Dann schließlich am letzten Abend, der unwiderstehliche Rausschmeißer: „El Farruco y su grupo", eine der großen spanischen Flamenco-Familien mit ihrem l2jéihrigen Zapateado—Steppke „El Farruquito" (für den auch der Beiname „El Vulcano" passen würde), der das Publikum mit seinen beredten Hacken und Stiefelspitzen verzauberte. Kaum zu ermessen, wer am Ende des letzten Abends mehr Temperament zeigte, die Teufelsspanier, oder ihre jubelnden, blurnenwerfenden Stuttgarter Fans. Bernd Krause
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Samstag. 18. Juli 1992 Rattenfänger-Sage und Kinderkreuzzug-Legende, dargestellt im Mousonturm mit den Mitteln des Butho-Tanzes Papst Innezenz und der Rattenfänger Der „Kinderkreuzzug" vom Münchner Awar Tanz Theater im Mousonturm
Hörig, heißt es in der Rattenfänger-Sage, wurden die Kinder durch Töne einer Flöte, denen sie folgten, sobald sie zu hören waren, ohne Verzug, wie blindi Die alte Geschichte von Hameln provoziert immer wieder ein Rätseln darüber, wie jener geheimnisvolle Mann und seine Zaubermusik beschaffen gewesen sein mochten, um so viele zu bannen. Und iwas ging in den Kindern vor, die solche Verbannung wie sehnsüchtig erwarteten? · VIKTORIA KAISER
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The Dance Dance-opera is a permanent becoming; its story unfolds anew in every passing moment. As we read through Marcel Schwob’s »The Children’s Crusade« we left the text’s concrete elements behind us. What we drew out of the text for our choreography are the extreme emotions of emergency and fear, the sense of having been cheated, of hope and disappointment. The spirit and emotion of the story are thus i brought to life again on stage. The text is our source of inspiration, but the words and the voice are transformed into the dancer’s formulations on stage. The dancer writes the piece with his body he gives himself completely so that he can »become nothingness«, and in that process he transforms himself into all things. ]ust as the author when he wrote the monologues dreamt that he was the pope, the children or the priest, so too the dancer searches for the feelings of the figures he portrays. Marta Binetti, Munich 1991 Der Tanz Die Tanz-Oper ist ein beständiges Werden, ihre Geschichte entfaltet sich in jedem Moment aufs neue. Beim Durchgang des Textes, Marcel Schwobs Erzählung »Der Kreuzzug der Kinder«, haben wir die konkreten Elemente hinter uns gelassen. Was wir aus der Tragödie für die Choreographie abziehen, sind die extremen Empfindungen der Not, der Angst, des Betrogenseins, der Hoffnung und Enttäuschung. So werden auf der Bühne der Geist und die Emotion der Erzählung wieder lebendig. Der Text ist die Inspirationsquelle, aber auf der Bühne sind Wort und Stimme transformiert in die Formulierungen des Tänzers. Er erscheint und verschwindet wie das Phantom der Erinnerung und schreibt das Stück mit seinem Körper. Er gibt sich ganz, um »nichts zu werden«, und verwandelt sich dabei in alle Individuen. So wie der Autor träumte, er sei der Papst, die Kinder oder der Priester, als er deren Monologe schrieb, so sucht der Tänzer nach der Empfindung seiner Figuren. Er transzendiert die Differenz der Geschlechter, um einen Moment der Abwesenheit allen Wissens zu erreichen, jenen Punkt, von dem Bataille sagt, daß er die erste Bedingung sei, um die Diskontinuität des Menschen aufzuheben: den Punkt, wo die Trennung der Geschlechter überwunden wird, in einem Moment, da Himmel und Meer verschmelzen. Marta Binetti, München 1991
The story - Die Geschichte
Myths, legends, fables and sometimes even history itself are like dreams or nightmares: nothing but their fragments remains in our memory. Things happen, but one never knows why: perhaps of necessity. Paolo Viola, Rome 1991 Die Mythen, die Legenden, die Fabeln und manchmal auch die Geschichte sind wie die Träume, oft den.Alpträumen gleich: nur Bruchstücke davon bleiben in Erinnerung. Die Dinge finden statt, man weiß nicht, warum: aus Notwendigkeit. Paolo Viola, Rom 1991 Opera? Mit unserem <Weiß> Institution <Weiß> den Gesang zu bleichen, diese in Vergessenheit zu lassen, an diesem Ort außerhalb des Gedächtnisses unsere Gedanken und Stille zu fangen! Ko Murobushi, Göttingen 1991 With our <white> institution, <white> to bleach the song, to leave it in oblivion, to capture our thoughts and stillness at this place outside of memory! Various breaths - a grand transition — hoarse breath, wildly sensitive breath, air thin as skin, wandering quiet breath, provocative (my) breath. Ko Murobushi, Göttingen 1991
Binetti, kissed by Kazuo Ohno
On the 15. january, in Gottingen, Kazuo Ohno danced »La Argentina«; just after his performance he met Marta Binetti and he kissed her suddenly. I took a beautiful picture to show you. In Munich we began to cook new tastes of dance, for example: kookin & Kookin roll, Shakesappearence, chasm chaste chairs, <Dance is another 8L seduction> Muzosa, chappy in, Usso—Wasso, tanGOtan, chappy chant, Shank & Shamble, <Stop to think about dance, but please think about moment>, Shilty Sky, Duende, Vapeurin, Nameless Windy, <Daneing is dissapearing but appearance>, Kafkasch, Ko De Chiricho, Anti—body, Marta, Urara, <Dance is ephemeral>, Moment in white, Muzosa, 88, Stastabo, Mclzmcho, Kuro, Umm N, Shicr & Higher, yayoa, another kiss, Fra, Tama Tama Marta, Dumb Dumb Dummy, Rara—U, Lonely blue boy, Sister’s wedding, acephale, <What is the taste of thc Children’s Crusadc> Virgin white Copyleft by ANOTHER KISS
Am 15. Januar in Göttingen tanzte Kazuo Ohno »La Argentina«. Gleich nach seinem Auftritt begegnete er Marta Binetti und küßte sic plötzlich.
Interview with Marta Binetti
Why did you move to Munich? M.B. Maybe because of the coldness. I know that you also like to write. Do you love European literature? M.B. Yes. I especially love Heinrich Heine, and I also love English literature. I read Friedrich Nietzsche with fascination and also Martin Heidegger, but not in German. I was shocked by this kind of brutality, I found some special sickness and I wanted to know more about that. I wrote my first story when I was only nine years old. It caused a little scandal. My mother was very angry with me. My mother was ashamed because the tale told about foreign people with English names. What were the contents of that tale? M.B. It tells about the sea as a bridge to other worlds. Can you connect this with your interest in the »Children’s Crusade«? M.B. Of course. I grew up in La Plata. Why do you dance? M.B. I was a little girl when I discovered dancing. I felt a chaos of feelings and sensations. It was a schock in which I was not myself anymore but a multitude of individuals. Time was no more a historical experience. Unknown spaces opened up. For the first time in my life I was able to disappear. Do you need to speak another language? M.B. Yes, because now I live in a foreign country. But the language is limited. I loved my mother language but I don’t need to express myself only in this language. German is very different from Spanish, but it is not too dificult to find some special room in a foreign language to communicate. I am also of very mixed blood, and that is not extraordinary in my country. I have French, Italian, Spanish and German ancestors. Emigrants, a little bit like in the Children’s Crusade. Emigration is in the news again lately. Why were you inspirated by Ivlarcel Schwob’s »La croisade des enfants«? M.B. Because of the picture of the wandering children and because we also forget what the historians say about it, and instead — as did Marcel Schwob in his book »La croisade des enfants« - we can surrender ouselves to the experience of dreaming and choose to become the pope, the lepers, the children, the little girl or the priest. M.B. Because the music and the dancers’ voices play an important role. M.B. Yes, I need it especially in Munich. And especially now. At present there are two opposing trends in the air: the one is opening to other cultures, to foreign people and ideas. The other is closing, closing the doors, keeping them out. My hope has always been to meet foreign people and to build together with them new languages and new perspectives. I met Ko Murobushi two years ago and we speak a special language, a kind of broken English which opens new spaces. In the same way, we grow through our communication with other artists from different countries, from Thailand, America, Switzerland, Yugoslavia, Japan, etc. I am very excited to be working with them. Marta Binetti, born 1949 in La Plata, Argentina. She studied ballet and music at the Teatro Argentino and at the University of La Plata. Since 1968 she worked as a dancer, choreographer, singer and composer. ln 1982 she founded the Awar-Dance-Theater-Munich. Since 1987 she performs as a Solo-dancer.
Warum sind Sie nach München gekommen? M.B. (Sie lacht) Vielleicht wegen der Kälte. Ich weiß, daß Sie gerne schreiben. Lieben Sie die europäische Literatur? M.B. Ja, vor allem Heinrich Heine, aber ich liebe auch die englische Literatur. Von den Deutschen las ich auch mit Faszination Nietzsche und Heidegger. Was war der Inhalt der Geschichte? M.B. Sie erzählt vom Meer, das eine Brücke zu anderen Welten ist. Steht diese Geschichte in einem Zusammenhang zum »Kreuzzug der Kinder«? M.B. Natürlich. Ich bin in La Plata aufgewachsen. Die Landschaft der Pampa ist sehr eigen, überall sieht man den Horizont. Es ist wie eine Provokation. Warum tanzen Sie? M.B. Ich war noch klein, als ich den Tanz entdeckte, dabei entstand in mir ein Chaos von Gefühlen und Sensationen. Ist es nötig für Sie andere Sprachen zu sprechen? M.B. Ja, denn ich lebe jetzt im Ausland. Warum wurden Sie von Marcel Schwobs »La croisade des enfants« inspiriert? M.B. Weil es ein rießiges Bild von wandernden Kindern ist, und weil wir vergessen können, was die Historiker darüber sagen. Genau das hat Marcel Schwob in seinem Buch »La croisade des enfants« auch getan. Und ebenso wie er können wir uns der Erfahrung des Traumes überlassen, können uns in den Papst verwandeln, in den Aussätzigen, die Kinder, das Kleine Mädchen oder den Priester. In unserer Inszenierung haben wir aber einen anderen Ausgangspunkt gewählt, ein Paradox: Erinnerung und Vergessen, Erscheinen und Verschwinden. So halten wir einen ständigen Prozeß des Werdens im Fluß, der für unsere Tanz-Oper das wesentliche Moment ist. Warum haben Sie den Namen Tanz-Oper ausgewählt? M.B. Weil die Musik und die Stimme der Tänzer eine wichtige Rolle spielen. Wie haben Sie Ihre Mitarbeiter ausgewählt? Ihre bunte Herkunft haben Sie schon erwähnt. Mir scheint als hätten Sie eine Vorliebe für interkulturelle Kommunikation. M.B. Ja, ich brauche es, vor allem hier in München. Und besonders jetzt. Zur Zeit gibt es zwei entgegengesetzte Tendenzen: die eine ist offen gegenüber anderen Kulturen, fremden Menschen und Ideen. Die andere Tendenz ist verschlossen, macht die Türen zu, möchte all das Fremde draußen halten. Haben Sie schon mit den Proben angefangen? M.B. Ja. Ich habe im November angefangen, mit Ko Murobushi zu arbeiten. Im Februar haben wir gemeinsam mit Urara Kusanagi die ersten choreographischen Tableaux entwickelt. Wir experimentierten mit Bewegung und Stimme, und die ersten Resultate fur die Inszenierung sind bereits da. Die anderen fiinf Tanzer werden ab Marz mit uns zusammenarbeiten. Sie sind nicht nur Choreographin, sondern auch Produzentin dieser Tanz-Oper. Ist die Finanzierung der Produktion schon gesichert? M.B. Leider noch nicht. Wir haben einen Teil, aber wir brauchen weitere Sponsoren. Sie studierte klassischer Tanz und Musik am Teatro Argentino und Universidad de La Plata. Seit 1968 ist sie als Tänzerin, Choreographin, Sängerin und Komponistin tätig. 1982 gründete sie das Awar-Dance-Theater-Munich. Seit 1987 tritt sie als Solotänzerin auf. Derzeit arbeitet sie zusammen mit Ko Murobushi an der Inszenierung der Tanzoper »Der Kinderkreuzzug«.
Instead, the body is the place where I shed my name, where a new energy is created in an unknown white room of anonymity.
Sie ist Argentinierin und da ist ein Freund, der deutsch spricht, und da bin ich, ein japaner. Wir sprechen miteinander, wir radebrechen in einer Sprache, die uns allen fremd ist. Grammatik und Form unserer schönen Muttersprachen erscheinen in der fremden Sprache verzerrt. Doch am Ort unserer Begegnung, in diesen Momenten, wird auch eine wertvolle schöne wilde Sprache geboren. Auf diese Weise I begegnen sich Dinge, die weit auseinander liegen. Sensible Bemühung und ein wilder Wille brechen die Grenzen auf, sie verflüchtigen sich, es fließt - Strom. Ko Murobushi, München 1991
»Der Kreuzzug der Kinder / Children's crusade« Die Kinder kommen im Juni ins Gasteig Kulturzentrum Mun Am 13., 14., 15. Juni, um 20 Uhr, Carl-Orff-Saal, Rosenheimer Straße 5, 8000 München 80 Wer sind die Kinder? Who are the Children? ProduKtion: AWAR-DANCE-THEATER—Munich in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt Munchen. Co—Produzent: Kunstlerhaus Mousonturm.
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31 ottobre 1990 La danza sola Nuda, bianca, sola in uno spazio nero uniforme Marta Binettl danza. Si accompagna con la proprla voce o con muaiche che appartengono allo spettaoolo. Neesuna melodia, neesun ritmo detta movimenti, flgure, percorsi. Helena Janeczek L'autrice ha pubblicato nel 1989 il volume di poesia "Ins Freie" con la casa editrice Suhrkampv di Francoforte; Lavora per varie case editrici in Italia e Germania; vlve a Milano.
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La Martita por Emerterio Cerro Desde Paris para el periodico OVACION Paris, 1989
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Donnerstag. 30. November 1989 Die Faszination der Tänzerin Marta Binetti
Eine Frauengestalt taucht im aufdämmemden Scheinwerferlicht langsam auf, ein den Körper eher verunstaltendes Kleid hat sie, eingedrehte Beine, spastisch verrenle te Arme, ein schmerzverzerrtes, in dieser Verzerrung maskenhaft unbewegliches, ganz weiß geschrninktes Gesicht. So beginnt Marta Binetti ihre Tanzvorführung im Grazer Minoritensaal. Johannes Frankfurter
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dezember 1988 TANZEN Teil II (Fortsetzung vom November’88) Entspannung als ,,Relax" des Geistes und des Körpers Der Awor-Tcinz negiert die onotomische Geographie nicht. Wir betrachten sie cils wohltuend, wenn sie mit unserer Wahrnehmung übereinstimmt; und entsprechend ots unheilvoll, wenn sie in der oberflächlichen Struktur von Bildern und Ideen verb|eibt, ohne die Ebene der (körperllchen) Wahrnehmung zu berühren. Die Ebenen des körperlichen Ausdrucks. Die Befreiung des körperlichen Ausdrucks Wir beobachten den Stimuli der Wirklichkeit gegenüber zwei Arten des vitalen Verhaltens, ein kulturelles, bedachtes und ein anderes, impulsives, spontanes, reflektorisches. Das ist aber nur eine extreme Gegenüberstellung. Durch körperliche Erfahrung kann man feststellen, daß jede Ausdrucksebene eine andere Art des Atmens fordert. Wir wissen zwar alle, daß unser Körper atmet, und daß der Atem die Energiequelle unseres Lebens ist. Durch den Awar-Tanz aber vergrößert sich das Bewußtsein für den Atem; wir lernen, die Atemgewohnheiten der verschiedenen Ausdrucksebenen zu differenzieren. Diese Tatsache erschließt uns ein größeres Wohlbefinden und Körperbewußtsein. Wir können vier Audrucksebenen unterscheiden. Die untere Ausdrucksebene Der Mensch drückt sich nach der Geburt aus dieser unteren Ebene aus. Es ist vor allem der Bereich des Unterleibs. Begleitet wird der Ausdruck dieser Ebene von einer entspannten, nicht analytischen Haltung,diefür die Anpassung an die Natur und das Überleben in fremder Umwelt geeignet ist. Die Bewegungen dieser Ebene sind für uns die schwierigsten. Das Leben in einer Stadt, im Gegensatz zum Leben in der Natur, verlangt keine Fertigkeit. In unserem Alltag werden die Bewegungen dieser Ebene nicht geübt. Gemöß den Konventionen der westlichen Gesellschaft wird der Geist einer viel höheren Kategorie zugeordnet. Heute ist die ,,lntelligenz des Körpers" geschwächt. Die überentwikkelte geistige Intelligenz entdeckt plötzlich die Auszehrung des Körpers und formuliert Aktivitäten, um die verlorenen körperlichen Fähigkeiten wiederzufinden, z.B. durch hcirtes muskuläres Treining. Die untere-intermecliöre Ausdrucksebene Es ist die Ebene, in der sich der Körper um seine eigene Achse zu drehen beginnt. In leichtem Plié kann die Energie bis in die kleine Zehe übertragen werden. Es ist die Ebene des Widerstreits von Bewegungen, der Rebellion. Hier löst die vitcle Krcft derWutdie Löhmung der Angst. Vorrücken und Zurückweichen, Öffnen und Schließen, Ausdehnung und Zusammenziehen, fcistclle gegensötzliche Gestcxltung von Bewegung ergibt sich in dieser Ausdrucksebene. Die obere intermediöre Ausdrucksebene Die Beziehung mit der Energie der Erde ist in dieser Ebene nicht so direkt wie in der unteren und unteren-intermediören Ebene. Die obere Ausdrucksebene Das energetische Zentrum dieser Ebene ist das sogenannte Frontal (Stirn) in Zusammenhang mit dem Herz- und Kehlkopfzentrum. Der Ausdrucksraum dieser Ebene öffnet sich von dem Raum zwischen den Fingern bis zur Großen Zehe.
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November 1988 Die Rolle des Tanzes In den primitiven Religionen war der Tanz ein Mittel zur Identifizierung mit der Bewegung der kreierenden Kröfte des Kosmos. Rhythmische Bewegungen kreieren und integrieren traumartige Formen und kontaktieren mit dem Lebensursprung. Der Körper wcr das erste Ausdrucksmittel des Menschen; er tcanzte, um seine Gefühle bei Geburt, Hochzeiten, Jünglingsclter, Ernte und Tod cuszudrücken. Zuerst wor der Tcinz die Imitation von Tönen und Bewegungen der Natur und der Ausdruck eigener Gefühle durch spontane Bewegung. Vor der Ritualisierung war Tanz eine Befreiung der Energie auf der Suche nach Ek- Das griechische Theater entwickelte sich aus den dionysischen Festivitöten in Griechenland; der Tönzer war nicht mehr Priester, sondern Schauspieler. Als der Tanz den religiösen Charakter verloren hatte, deckte sich seine Verbindung zur sexuellen Freiheit auf. Das erklört teilweise seine Verbannung über mehr als tausend Jahre in Europa, vom Römischen Imperium bis zur Rennaissance. Da erschien eine andere Art von Gesellschctfts-Tcnz cls Unterhaltung von Kurtiscmen; erst später, in den Akademien des Königs, wurde dos Bcllett geboren. Isadora Duncan verweigerte sich gegen dus Bcllett und kehrte in dcis clte Griechenlcinci zurück. Sie erfuhr den Tcnz ciis Ausdruck von einem inneren Impuls, dessen Quelle in dem Solar-Plexus zu finden ist. Sie wollte Spontaneität und Natürlichkeit in allen Bewegungen auf der Basis der Emotion. Sie fing intuitiv eine neue Schule der Bewegung an, aber sie befürchtete, durch die Strukturierung ihre Technik zu begrenzen. Isadora Duncan öffnete Wege für neue Schulen, wie z.B. die von Denishawn, von Ruth St. Denis und Ted Shawn. ln der Denishown Schule wurden Elemente ous orient¤Iischen Tänzen (Indien, Jcpcin) Die Bewußtheit und die Erfahrungsebenen in Awar-Tanz. Wachstum und Schöpfung. Die Verantwortung. Dos Tcinzen ist Lebenserfahrung und berührt Emotion, Idee und die sensitive Notur des Menschen. Die Bewußtheit bringt in Awcir-Tonz diese Ebenen der Erfohrung ins integrierte Zusammenspiel.
Wir destrukturieren ein früheres System, um uns mit der Realität unseres Körper-Seins zu kontaktieren. Wir lösen die rigide Struktur der sogenannten ,,Identität" auf. Wir fangen in uns selbst zu leben an, und wir akzeptieren uns selbst und was wir machen in einer integrierenden Expansion, in der das Sein und das Machen nicht getrennt sind. Der Tanz ist, wie das Leben, ein unablässiger Verlauf von Aufbau und Zerstörung. Beim Tanzen trauen wir uns, das Hier unyétzt unseres Lebens zu erfahren. Wir entwikkeln unsere schöpferische Fähigkeit durch die körperliche Erfahrung und durch die Konfrontation mit Konflikten, ohne Lösungssysteme einzusetzen. Es ergibt sich eine zunehmende Sensibilisierung und Wahrnehmung der Bewegung bis in die kleinsten Körperteile. Diese Dynamik gestaltet Emotion und produziert Wärme undWiederbelebung. Marta Binetti
Die Argentinierin Marta Binetti sieht den Tanz im Kontext der kulturellen und sozialen Entwicklung des Menschen. Nach klassischer Tanzdusbildung, der Begegnuiig mit Cundomblés und Macumbasainfßrasilien sowie durch die Auseinandersetzung mit Methoden der Körperwahrnehmung und Sensibilisierung entwickelte sie ihre Lehre des Awur-Tanzes. ln zwei Teilen stellt Marta Binetti, die in München lebt und arbeitet, ihren anthropologischen Ansatz zum Tanz vor.
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„Kontrapunkt" höcster Gute Tanzoper ,,Der Kinder euzzug" a„us München bei den Bregenzer Festspielen Von CHRISTA DIETRICH Bregenz (VN) Neueste Strömungen in Sachen Tanz ziehen an Vorarlberg (mit wenigen Ausnahmen) quas vorbel. Umso erfreulicher ist es, daß die Bregenzer. Daß dle Publikumsakzeptanz bei diesem Prograrnmgunkt der Festsplel- „Kontrapunkt“ Reihe vorerst noch nicht befriedigend ausfiel, sollte die Programmver-antwortllchen anweiteren Schritten dieser Art nioht hindern. In wenigen Wochen ebnet vielleicht auch das Tanz-Seminar im Rahmen des „Impuls"-Festivals zumindest ein wenig den Weg.
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Freitag 11. November 1988 Elkia setzt sich aus: Das Publikum wird unfreiwillig zum Voyeur, zum distanzienen Augenzeugen eines Versuches, die absolute Isolation und Abhängigkeit des Menschen zu durchbrechen.
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Donnerstag, 30. Nov. 1989
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MARTA BINETTI Über die brasilianische Candomblés und Macumbas gelangte die argentinische Tänzerin Marta Binetti zu einer differenziert entwickelten Bewegungslehre, die den mentalen ebenso wie den physischen und psychischen Körper bewußt werden 1äßt sowie die technischen Möelichkeiten fur einen entsprechenden Ausdruck zur Verfügung stellt. Die Solo-Perform ances Elkia und Tabul stnd das äußerst anspruchsvolle küsntlerische Resümee dieser Bewußtseinsarbeit. Johannes Odenthal Argentinian dancer Marta Binetti developed her finely differentiated style through her studies of Brazilian condomblé and macumba. These South American techniques allow one's mental, physical and psychic bodies to become conscious and thus put the technical possibilities for their expression at the dancer's service. The solo performances Elkia and Tabul are two extraordinarilly sophisticated examples of the fruits of Binetti's work in the exploration and expansion of her own consciousness. Binetti's body language is reminiscent of Butoh; her means of theatrical expression recall the teatro poevero; yet independent of both these influences, she has bl.azeda path for herself which transgresses every taboo, whether societal or personal. In her art Binetti dares to risk the emergence of unknown, buried aspects of herself; once arisen, she presents these formerly hidden facets of herself in concrete images and movements on an entirely bare stage. Johannes Odenthal Elkia (1987), Tabul (1987), |
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| Shortlist of performances |
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| Solo dance |
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| Tobul |
Solo dance |
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| Tre in mostra |
Solo dance Choreographed and performed by Marta Binetti. Uli Messerschmidt, double bass. |
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| Le Corps Fantasmé |
Solo dance Choreographed and performed by Marta Binetti. Composed by Marta Binetti and Franco Tórtora. Stage by Pepsch Gottscheber. |
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| Children`s Crusade |
Dance Opera Choreographed by Marta Binetti and Ko Murobushi Composed by Marta Binetti.and Osamu Goto. Stage: Pepsch Gottscheber. Wardrobe: Beatriz von Eidlitz and Urara Kusanagi. |
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| Carmen |
Opera by Georges Bizet. Choreographed by Marta Binetti. Directed by Vladimir Danovsky. |
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| Agua Por Favor |
Dance Opera Choreographed and composed by Marta Binetti. Awar-Dance-Munich Ensemble. |
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| Shoes and Clouds |
Street Opera Composed and choreographed by Marta Binetti. Dance performance by Awar-Dance-Munich Ensemble. Paintings and drawings, Heike Ratfisch and Pepsch Gottscheber. Film by Didac García and Josep Puig. |
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| Nothing But Music |
Musical
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| Upcoming premieres | ||||||
| Marmaduke | Opera Composed by Marta Binetti and Antonio Ruiz Mellado. |
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| The Dance of living | Book
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| Upcoming performances |
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Musical Festspielhaus St. Pölten (Austria) Theater der Stadt Marl (Germany) Festspielhaus Baden-Baden (Germany) Burghof Lörrach (Germany) |
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| Performance adresses | ||||||
| Prinzregententheater, Munich Carl Orff Saal, Gasteigkulturzentrum, Munich Blackbox, GKZ, Munich Mousonturm Theater, Francfort Corso Theater, Zürich Thêatre de la Ville de Luxembourg Teatro Argentina, Rome Künstlerhaus, Vienna Theater Monsun, Hamburg Neues Stadttheater, Bolzano Safed Auditorium, Israel Stuttgarter Tanzfestival,Kulturfabrik, Stuttgart Minoritensaal, Graz Bregenzer Festspiele, Bregenz Autunno Musicale di Como Konstanzer Stadttheater, Constance Kulturklub na SmelniÇi, Prague Festspielhaus Baden-Baden Festspielhaus St. Pölten, Austria Theater am Marl, Germany |
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| Dance workshops | ||||||
| Barcelona Safed, Israel Munich, Germany
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| Agent | ||||||
Rebecca Ratfisch |